Der Tod kommt

Dieses Wochenende kommen zwei Figurentheater-Performances nach München, die ich schon lange sehen wollte: „Death is certain“ von Eva Meyer-Keller und „Excavations: The Anatomy Lesson“ von Marijs Boulogne.

Figuren- bzw. Puppentheater spielt ja eigentlich immer mit dem Tod. Leblose Objekte (ob sie nun dem Menschenkörper nachgeahmt sind oder nicht) werden vom Spieler animiert, belebt, mit einem Charakter versehen. In den beiden Stücken, die am Wochenende im Saal des Münchner Stadtmuseums gezeigt werden, ist das irgendwie anders. Anders und extrem:

Eva Meyer-Keller wird am Samstag um 18 und 20 Uhr ihr Stück „Death is certain“ aufführen. Im Mittelpunkt der Performance stehen 50, vielleicht 60 Kirschen und sie alle müssen sterben. Kirschen sind wie Menschen. Sie haben eine Haut, einen knochigen Kern und bluten roten Saft.

Weniger blutig, aber nicht minder grausam ist Marijs Boulognes „Excavations: The Anatomy Lesson“, denn die Hauptfigur ist ein totes Baby. Mit einem Endoskop untersucht Boulogne den leblosen Körper, den sie selbst in monatelanger Arbeit anatomisch korrekt hergestellt hat.

Ich habe beide Performances bisher noch nicht gesehen, glaube aber, dass sie absolut sehenswert sind. Vielleicht ist ja noch jemand interessiert?

Das ganze Programm und Infos zu weiteren Figurentheateraufführungen in München findet man auf der Homepage des Figurentheater Forum München.

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